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|  |  |  |  | |  |  |  | |  | | | | mehr Informationen zu diesem Thema: bitte klicken Sie hier | | | | Bilder im Auge projezieren: wie funktioniert das Sehen im Auge
> Mein Name Christin und ich würde gerne wissen wie das menschliche > Auge die Bilder projiziert.
Oh je....
Da werden dicke Bücher d´rüber geschrieben - und ich soll dieses mal eben per eMail beantworten ?
Das
Seh-System hat zwei grundsätzliche Elemente: einen physikalischen Teil und einen Teil der Verarbeitung.
Der Physikalische Teil ist relativ simpel zu begreifen. Wir haben - parallel zu dem was man in der Schule im Physikunterricht an der "optischen Bank" so lernt: eine Linse, welche ihr Bild spiegelverkehrt auf einen Bildschirm projiziert.
Sieht man genauer hin wird es ein wenig komplexer: das Auge hat nicht eine Linse sondern eine Art Linsensystem aus verschiedenen
Kammern, Flüssigkeiten und Häutchen, die alle irgendwie als Linse wirken und so ein System an Linsen ergeben.
Der Schirm zur Abbildung ist nicht platt sondern als Netzhaut gekrümmt, hat mehrere Schichten und verschiedene Empfindlichkeiten. Alles recht geschickt.
Soweit relativ simpel - Du findest in der Stadtbücherei entsprechende Literatur aus welcher man sich mehr erarbeiten kann. Im Tipps und Tricks Bereich findest Du auch den Aufbau des Auges und weitere Informationen.
Richtig genial wird es in der nachfolgenden Verarbeitung. Wenn Du so willst: der Computer welcher aus den Daten das interessante heraus filtert.
Bereits auf der Netzhaut wird gefiltert und ausgewertet. Auf dem Kabel was die Informationen zum Gehirn trägt wird unglaublich viel geleistet. Und das Gehirn selber bekommt dann fast nur noch die wirklich interessanten Daten.
Diese Arbeitsschritte sollen Fehler heraus rechnen, welche das Auge hat. Z.B. Sehfehler, Fehlsichtigkeit,
Schädigungen des Auges. Diese Fehler werden "weg gerechnet". So das der Mensch selber im Regelfall von den Abbildungsfehlern seines eigenen Auges nichts merkt.
Datenkompression: das Gehirn wäre garnicht in der Lage, so unglaublich viele Informationen zu verarbeiten. Deswegen werden lange vorher schon Informationen bewertet und unwichtiges "weg geschmissen". Wichtige Daten werden "per Textmarker markiert", Nebendaten auf das wesentlichste reduziert.
Beispiel: Bewegung wird stärker wahr genommen als unbewegtes. Weil in der Urzeit ein bewegtes Tier z.B. eine Gefahr darstellen kann. Und ist damit erheblich wichtiger ist als eine unbewegte Landschaft.
Das Gehirn selber schickt die Daten dann durch verschiedene „Rechenzentren“, welche das gesehene verschieden auswerten. Z.B. werden die Bilder stets nach den Urinstinkten ausgewertet. Ein Teil des Gehirnes filtert stets Informationen aus die was mit Essen, Trinken, Sex oder Gefahr zu tun
haben können. Man redet dabei sehr gerne vom Unterbewußtsein. Das Bewußtsein versucht immer Dinge zu erkennen, welche irgendwie logisch sind. Und kann dann aus dem gesehenen abstrahieren.
Beispiel: stelle Dir vor, Du malst auf einem Blatt Papier "das Haus vom Nikolaus", also ein Haus, welches aus ein paar einfachen Linien besteht.
Obwohl dieses "Haus" nur aus ein paar geraden Linien besteht, kannst Du das Blatt Papier jedem unter die Nase halten - und
jedermann wird erkennen, daß es sich um ein Haus handelt.
Der Mensch wird sagen "ich sehe ein Haus" und sieht in Wirklichkeit nur ein paar Linien auf einem Blatt Papier. Diese Fähigkeit nennt man Abstraktion - und beeinflußt auch die Wahrnehmung.
Gerade z.B. bei Zeugenaussagen vor Gericht ist es oft ein Problem, weil die Leute meinen etwas gesehen zu haben - obwohl eigentlich das was sie meinen nur durch Abstraktion im Gehirn statt gefunden hat - und eben vielleicht
nicht in der Realität.
Ich hoffe, das hilft Dir ein wenig weiter. Ich habe mir allerdings erlaubt, einige Dinge sehr oberflächlich und vereinfacht dar zu stellen...
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