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Christian´s kleine Geschichte vom Sehen

Was wollte ich ? Ach ja... das Sehzentrum.

Aus dem Fisch von dereinst hatten sich viele verschiedene Tiere entwickelt, unter anderem ein Lebewesen, was auf dem Boden der Steppe wohnte. Wir wissen nicht wirklich, wie dieses Tier damals aussah, stellen Sie sich einfach ein Tier ähnlich einem Känguru vor.

Es lief da so herum, lebte und ernährte sich. Und hatte ein Problem. Es hatte kräftige Feinde und wurde schnell gefressen. Um vor seinen Feinden zu fliehen, hatte es sich etwas ausgedacht.

Das kommt Ihnen bekannt vor ? Ja, stimmt, sowas hatten wir schon einmal. Es ist ziemlich normal: Tiere entwickeln sich immer dann weiter, wenn sie dazu gezwungen werden. Eigentlich nie freiwillig, sondern immer nur, wenn es gute Gründe gibt, die zur Weiterentwicklung zwingen. Man spricht auch vom Evolutionsdruck.

Dieses Tier was früher nur auf dem Boden gelebt hatte, kam auf die Idee auf die Bäume zu klettern und so den Feinden zu entkommen.

Um auf Bäumen zu klettern braucht es schon einmal neue Fähigkeiten: das Balancieren ist ein ganz andres, als auf dem Boden, man braucht neuerdings Klauen oder Hände um sich an den Ästen fest halten zu können: und natürlich: eine ganz neue Art der Koordination musste das Gehirn lernen, denn klettern funktioniert anders als das Laufen.

Das auf die Bäume flüchten funktionierte eine Zeit lang auch ganz gut. Allerdings bekamen nun auch die Feinde ein Problem: wenn sich das Mittagessen auf die Bäume flüchtet hat man so als Feind eben nichts mehr zu essen.

Die Fressfeinde unserer kleinen Bodentiere kamen alsbald selber auf die Idee, ihrem Frühstück hinterher zu klettern.

Das ist jetzt natürlich reichlich blöd. Man ist vor seinen Feinden mühevoll in die Bäume geflüchtet. Und sitzt da nun so auf seinem Ast während man zusehen muss, die der Feind hinterher geklettert kommt um einen nun doch zu fressen. Wie flüchtet man, wenn man auf einem Ast sitzt ?

Man springt. Also, bevorzugt von einem Ast zum anderen, lieber noch von einem Baum zum nächsten. Wenn das mit dem Springen nicht gelingt, dann klatscht man auf dem Boden auf, bricht sich alle Knochen, kann im verletzten Zustand nicht mehr flüchten und wird bei der Gelegenheit dann doch gefressen.

Wie kommt man denn nun von einem Ast zum nächsten gesprungen ? Sie ahnen, worauf ich hinaus will: wir brauchen wieder neue Fähigkeiten. Und ich bin auch endlich beim Sehen angelangt. Man muss sehen, wo der andere Ast ist. In welcher Entfernung. In welchem Winkel. Um sowas sehen zu können, brauchen wir ein räumliches sehen, und das fehlt noch.

Und da erzähle ich Ihnen im nächsten Bereich mehr.

von Kühen, Pferden und dem räumlichen Sehen

weitere Kapitel: Christians kleine Geschichte vom Sehen

Inhalt:
Das unsichtbare Licht: über Röntgen, Infrarot und UV
Das unsichtbare Licht: warum können wir es nicht sehen ?
Das unsichtbare Licht: über den Menschen und die Natur
Das sichtbare Licht: empfindlich oder nicht
Warum gehört unser Fühlen und die Farbe zusammen ?
Welchen Nutzen hat die Farbe für Sie ? Von der Zauberei bis zur Angst
Warum wirkt die Farbe auf die Psyche ? Und wie funktioniert das ?
die Bedeutung des Lichtes
die Evolution, unser Gehirn und ein Fisch
von lernenden Fischen, Schülern und Krokodilen
die Nachteile unseres Gehirnes
das Sehzentrum, das Unterbewusstsein - und ein Baum
von Kühen, Pferden und dem räumlichen Sehen
das Gehirn und seine neuste Erfindung: das Bewusstsein
ein Gehirnlappen und seine Illusionen
das Unterbewusstsein: ein Gehirn hat ein Konflikt mit sich selber
das Auge: eine sehr schlechte Kamera ?
von Pfeilchen und Infekten: die Schutzmechanismen des Auges
der Tränenfilm: unerwartet genial
der Tränenfilm: vom Heulen bis zum Wunderheiler
die dunklen Geheimnisse eines Augenoptikers
Tränenfilm und Kontaktlinse: die Grundlage der Gesundheit
die Hornhaut: Stabilität ist alles
die Hornhaut: warum das Lasern Nachteile hat
das Kammerwasser: ein Zauberwasser
die Iris: was ist mit der Pupille ?
der Lochblenden-Effekt mit der Pupille: ein gutes Stück Magie
die Iris: zwischen Handauflegen und Früherkennung
die Iris: soziales HighTec
die Linse: von einem Plastikbeutel mit Muskeln
vom Muskel-drücken zur bestmöglichen Brille
Optiker lösen das Problem Sekundenschlaf
vom leichteren Lernen und besserer Konzentration
vom grauen Star und grünen Star - und der Operation
vom Glaskörper, gut und böse
die Netzhaut, der Knackpunkt det janzen
die Netzhaut, geschickt verknotet
die Netzhaut, Details die keiner will
das Sehen bei Nacht
die Hell/Dunkel Adaption. Und ihre Gefahren.
Papille und Blinder Fleck
Backstage: da geht es rund !
Backstage: korrigieren, regulieren, optimieren und etwas Zaubern
genial: blind sein und es nicht merken
was den Menschen zum Menschen macht

copyright Christian Berndt, Altena.  Alle Rechte vorbehalten

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