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Kennen Sie den Lochblenden-Effekt ? Wenn ich in der Glaswert-Bestimmung einen Kunden habe der auf einem Auge im Grunde garnichts sieht, dann ist der Lochblenden-Effekt ein ganz dolles Ding mit dem ich herausfinden kann ob das Auge nun wirklich blind ist, oder ob ich noch eine Chance habe etwas mit einer Brille (oder einer vergrößernden Sehhilfe) heraus zu holen.
Und das geht so: ich lasse den Menschen durch ein klitzekleines Loch sehen. Das Loch ist so klein - wie mit
einer Nadel gestochen. Und wenn er nun etwas erkennen kann, dann ist mit dem Auge nicht aller Tage abend. Dann ist da noch ein wenig Sehleistung mit welcher ein Augenoptiker durchaus noch etwas anstellen kann.
Die Lochblende ist ein wunderschöner Effekt mit dem Sie Menschen verblüffen und auch Wetten gewinnen können. Und das geht so: Sie sind in einer Kneipe und haben einen Mitmenschen vor sich, den Sie durch eine kleine Wette um ein Bierchen erleichtern wollen. Sie haben darauf
geachtet, dass dieser Mensch entweder eine stärkere Brille trägt oder aber eine Lesebrille benötigt weil er weit jenseits der 45 Jahre alt ist.
Sie wetten mit ihm, dass Sie dafür sorgen können dass er ohne Brille etwas sehen kann was er sonst ohne Brille eben nicht sehen könnte. Dazu machen Sie in einen Bierdeckel ein möglichst kleines Loch. Am besten mit einer Nadel - soweit verfügbar. Sagen Sie Ihrem verblüfften Gegenüber, er möge nun ohne Brille durch dieses Loch sehen. Er wird nun
durch dieses kleine Loch alles sehen können was er ohne Brille nicht sehen kann. Und Sie haben ihre Wette gewonnen.
Wie funktioniert das ? Durch dieses kleine Loch kommen nur ganz wenige Lichtstrahlen in das Auge hinein. Die meisten Abbildungsfehler werden dadurch ausgeblendet. Und damit kann er Mensch auch ohne Brille etwas sehen.
Den Nachteil mag ich Ihnen nicht verschweigen: als Party-Gag funktioniert es prächtig aber man hat durch so eine kleines Loch sehr wenig
Blickfeld. So macht eine Brille im Alltag dann doch mehr Sinn.
Eine andere Geschichte zum Thema Lochblende: oft fragen mich Kunden, wie das denn sein könne. Das ganze Jahr kämen Sie beim Lesen nicht ohne Lesebrille aus. Nur im letzten Urlaub beim Lesen am Strand hätte es prima ohne Lesebrille funktioniert. Nun ganz einfach: der Urlaub war in sonnigen Gefilden und am Strand war es arg hell. Um vor der Blendung zu schützen machte die Iris sehr weit zu. Und war dann schon sehr nah
an dem kleinen Loch in Ihrem Bierdeckel dran: das lesen war plötzlich auch ohne Brille möglich.
Tja, und sowas macht Ihre Iris - ganz am Rande - dann auch mit Ihnen. Deshalb ist „Iris, Akkomodation und Konvergenz gekoppelt“: weil Sie beim Blick in die Nähe ein kleineres Loch bekommen und so mehr sehen können.
Mit welcher Technik die Größe des Loches gesteuert wird ? Ganz ehrlich, ich habe es selber nie verstanden. Es klang aber irgendwie genial und trickreich...
Vom
Wunderheilen, Hand auflegen bis zur Diagnose: wie mache ich es richtig ? Es geht weiter mit der Iris ... die Iris: zwischen Handauflegen und Früherkennung |