| Zum Thema Akkomodation gibt es noch einiges zu sagen. Wie zum Beispiel, dass mal wieder die Psyche mit beteiligt ist. Wenn der Mensch das Gefühl der Nähe hat - und es muss garnicht wirklich nah sein - dann akkomodiert er bereits. Dieses ist ein Problem bei optischen Geräten oder beispielsweise dem Führerschein-Sehtest-Gerät. Der Kunde schaut in einen Kasten hinein. Er vermutet das dort gesehene damit in der Nähe. Und akkomodiert deswegen.
Was eigentlich unlogisch ist, denn die Lichtstrahlen dort kommen optisch aus dem Unendlichen und die Akomodation hier auszuführen ist hier ein falscher, störender Impuls welcher zu falschen Ergebnissen führt. Zumal - wir hatten das nun oft genug - Akkomodation, Konvergenz und Iris gekoppelt ist. Also: wenn der Mensch in den Kasten hinein sieht und das Gefühl der Nähe bekommt, dann akkomodiert er. Durch die Koppelung drehen sich auch die Augen nach innen wie zum Blick in die Nähe (=Konvergenz)
Und die Iris wird kleiner um Abbildungsfehler der Augen zu minimieren. Sie sehen: alles keine gute Idee für einen Sehtest, welcher Aussagen über die Verhältnisse in der Nähe machen will.
Sie erinnern sich ? Bevor wir zu Menschen wurden, waren wir Tiere der Savanne. Unsere Augen sind seit damals tendenziell eher auf die Ferne hin optimiert. Dass das Leben des heutigen Menschen mehr in der Nähe wichtig ist - man bekommt ja kein blödes Handy mehr bedient wenn es mit der Nähe nicht mehr
klappt - steht dem entgegen und hat seine Folgen.
Das sollten Sie auch berücksichtigen wenn Sie viel in der Nähe arbeiten, also zum Beispiel lernen. Sie sollten den Augen regelmäßig Entspannung gönnen indem Sie eine kleine Pause machen und mal einfach nur etwas aus dem Fenster in die weite Blicken. Was Sie dabei machen: sie lösen Ihre Akkomodation, entspannen die dazu erforderlichen Muskeln. Jene Muskeln welche die Augen nach innen bewegen entspannen sich auch indem sie endlich wieder
in die gewohnte, als normal empfundene Ausgangslage gehen dürfen. Das ist eben alles der Blick in die Weite.
Sie können sich besser konzentrieren und sind leistungsfähiger im Lernen.
Sollten Sie eine Arbeitsplatz einrichten, dann ist es am Optimalsten wenn der dort arbeitende Mensch eben nicht eine Wand anstarren muss sondern ohne große Kopfbewegung aus dem Fenster schauen kann. Wer kurzsichtig argumentiert, der meint vielleicht das es verschwendete Arbeitszeit ist, wenn die
Mitarbeiter aus dem Fenster schauen. Nachgewiesen ist das Gegenteil: wenn der Mitarbeiter sich ein paar Sekunden entspannen kann und dabei - das ist wichtig - einen entspannten Blick in die Ferne bekommt, dann steigt seine Konzentration, die Produktivität steigt nachgewiesener maßen, die Mitarbeiter fühlen sich wohler und werden weniger oft krank. Außerdem kann man sich das Denken ja nicht verkneifen: ich bemerke bei mir selber das ich beim Blick in die Ferne über die nächsten Schritte
nachdenke. Und das ist ja durchaus produktiv.
Mit dem Tagen von auf den Arbeitsplatz hin optimierten Brillen - und es muss kein EDV-Arbeitsplatz sein - können Mitarbeiter auch erheblich leistungsfähiger werden. Eben weil sie nicht mehr die maximale Akkomodation leisten müssen. Weil die Korrektur auch kleiner Hornhautverkrümmungen wie 0,25 Zylinder mehr Kontrast mit bringen. Und weil der Mitarbeiter weniger Konzentration verschwenden muss etwas zu sehen und daher mehr Konzentration
übrig hat, sich über den Inhalt seiner Arbeit nachzudenken. Sie sehen: den Mitarbeitern eine Bildschirmarbeitsbrille zu spendieren ist zwar zum einen ein Kostenfaktor, aber andererseits auch ein echter Leistungsschub.
Was anderes: wissen Sie eigentlich, was der graue Star ist ? Die Warscheinlichkeit das Sie eine Tages deshalb operiert werden müssen ist recht hoch. Mehr lesen Sie im nächsten Bereich. vom grauen Star und grünen Star - und der Operation |