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Erzählen kann ich Ihnen noch zur Iris, dass das Hormonsystem gewaltig mitmischt. Wenn Sie einen Menschen vor sich haben der stark geweitert Pupillen hat, dann ist das nicht selten auf Drogenkonsum zurück zu führen. Es können andererseits auch schwere gesundheitliche Probleme sein, welche dringend zum Arzt gehören.
Oder aber - und darauf will ich hinaus - das Hormonsystem ist schuld. Bei Kindern sehe ich das recht häufig, wo das Hormonsystem durch Pubertät & Co so
seine Kapriolen schlägt.
Bei schwangeren Frauen sieht man es mitunter, wenn der Körper sich hormontechnisch auf die Schwangerschaft umstellt.
Und bei älteren Damen in seltenen Fällen, dann wird die Einnahme von Hormon-Zusatzpräparaten wegen dem Zyklus-Verlust offensichtlich.
Menschen welche sich in einer Chemo-Therapie befinden, haben mitunter auch eine zu weit geöffnete Iris.
Wenn diese Faktoren alle nicht vorliegen müssen Sie vorsichtshalber von einer wirklich
schwer wiegenden Erkrankung ausgehen und den Kunden zügig zum Arzt verfrachten. Erste Anlaufstelle währe der Augenarzt, welcher aber oft auch nicht fündig wird. Weshalb dann der Hausarzt gehalten ist (unter anderem) mit einer Blut-Untersuchung, vielleicht auch mit einem Hormon-Status die Diagnostik zu beginnen.
Sie sehen: hier ist wieder Platz für Wunderheiler und Scharlatane. Einer jungen Damen mit weiten Pupillen zu eröffnen: „hey, Sie sind schwanger“ mag Ihnen in den Fingern
kribbeln und wäre möglicherweise auch ganz lustig. Aber es ist nicht seriös, es währe nicht professionell und es steht Ihnen schlicht nicht zu, derart in das Leben fremder Mitmenschen ein zu greifen.
Auf der anderen Seite haben Sie eine Verantwortung gegenüber Ihren Mitmenschen. Und dieser Verantwortung müssen Sie auch gerecht werden. Sie dürfen nicht einfach so tun als hätten Sie nichts bemerkt wenn auch nur die Möglichkeit besteht der Kunde hätte vielleicht eine ernsthafte
Erkrankung.
Also, wie sag´ich es meinen Mitmenschen ? Hier ein paar Tipps für alle, die eben nicht Mediziner sind oder werden wollen. Zunächst: vermeiden Sie alles, was wie eine Diagnose klingen könnte. Sie können dem Menschen nicht sagen, „ich glaube Sie haben Zucker.“ Wie wollten Sie denn sowas wissen ? Haben Sie Labortests gemacht ? Die Diagnostik sollten Sie den Ärzten überlassen, die können das besser.
Auch sollten Sie es in jedem Fall vermeiden, den Menschen in Angst und
Schrecken zu versetzen. Sie sollten auf keinen Fall dem Betroffenen erzählen was Sie sich so denken oder was es alles sein könnte. Zum einen weil es Ihnen nicht zusteht, die Menschen vor Angst schlotternd von dannen ziehen zu lassen. Zum anderen weil Sie ganz schön dumm da stehen werden wenn dann ein Arzt sagt: „stimmt doch alles nicht, Sie sind gesund“. Der Arzt, wenn er denn hoffentlich sich die Mühe einer fundierte Diagnostik angetan hat, wird da doch sicherlich ein gutes Stück schlauer
sein.
Was sie aber gut sagen können sind Ihre Beobachtungen, welche ja Fakten sind. Sie können durchaus sagen: „Ich habe bei Ihnen beobachtet, dass... und weil die Möglichkeit bestehen könnte, das dahinter eine Erkrankung als Ursache steht, empfehle ich Ihnen, doch einmal Vorsorge beim Arzt zu machen“
Auf die Frage des Kunden, was es denn für eine Krankheit sein könnte, antworten Sie nicht. Denn wenn Sie erzählen, was man so alles an Erkrankungen haben kann wird selbst dem
unerschrockensten Menschen schlecht. Im Gegenteil beruhigen Sie am besten ängstlich veranlagte Menschen, indem Sie erklären, dass es ja nur eine Beobachtung von Ihnen ist, welche nun beim besten Willen nicht krankhaft bedingt sein muss. Kein Grund zur Panik, aber Grund genug mal eine Vorsorge zu machen.
Ich mache das nun schon seit vielen Jahren so, und bekomme leider nur selten Feedback, welche Meinung dann nachfolgend der Arzt zu dem Thema hatte. Aber es kommt durchaus öfters vor,
das sich Kunden bei mir bedanken. Das ist eine schöne Bestätigung für mich, denn ich konnte dem Kunden immerhin eine Früherkennung ermöglichen. Und damit mitunter bessere Heilungschancen verschaffen. Es lohnt sich also.
Für mich als Augenoptiker übrigens auch. Ein Kunde wird sicherlich einen Augenoptiker bevorzugen, der mehr für ihn tut als nur eine Brille zu verkaufen. Es hat damit durchaus auch eine betriebswirtschaftliche Komponente.
Tja, schauen Sie, da habe ich Ihnen
im Zusammenhang mit der langweiligen Pupille doch noch einiges erzählt. Und es ist noch einiges mehr zu sagen...
Im nächsten Bereich habe ich noch mehr über die Iris für Sie. die Iris: soziales HighTec |