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Die Hornhaut besteht aus mehreren Schichten und das aus gutem Grund. Nein, ich will Ihnen nun nicht die einzelnen Schichten aufzählen. Nur so die Idee verkaufen, dass die einzelnen Schichten alle eine andere Funktion haben. Da gibt es vorne zum Beispiel eine Schicht, die absorbiert Kratzer und wächst im Fall der Fälle auch sehr schnell wieder zu, um Beschädigungen auszugleichen. Richtig trickreich. Eine Schicht hat die Aufgabe Schmerz auszulösen, damit Sie wenigstens merken
wenn mit dem Auge was nicht stimmt. Es gibt wassertrennende Schichten damit das Tränenwasser draußen und das Kammerwasser drinnen bleiben, wie eine eingebaute Plastikfolie. Und es gibt eine Schicht die dem ganzen Stabilität gibt.
Immerhin, wir reden hier von einem recht dünnen Häutchen. Und es ist schon ganz wichtig, dass sich dieses Häutchen nicht bei jedem Windzug verformt. Würde sich die Hornhaut schnell verformen, würde das auch jedesmal eine andere Vorwölbung bedeuten und damit
einen anderen Glaswert - das wäre nun garnicht lustig.
Die Hornhaut ist also eine geschickte Konstruktion die einerseits flexibel sein soll, und sich im Fall der Fälle auch verformen muss, damit da nichts kaputt geht. Und deshalb eben nicht starr und fest sein darf.
Wenn Sie kein Augenoptiker sind, dann wird es Ihnen vermutlich nicht bewusst sein: die Krümmung einer Fläche bestimmt ganz wesentlich den Dioptrie-Wert. Wenn Sie also ein Brillenglas haben mit einer großen
Vorwölbung, dann hat es auch viel Glaswert. Im Auge ist es genauso. In dem Fall bei der Hornhaut: je vorgewölbter diese ist, desto mehr Glaswert hat sie. Im Zweifelsfall hat die Hornhaut dann zu viel Vorwölbung, damit zu viel Glaswert und wir müssen das zu viel mit einem Brillenglas wieder weg nehmen.
Dabei soll die Hornhaut immer die gleiche Form haben damit der Mensch auch immer den gleichen Glaswert hat. Und bei einer Verformung auch wieder in exakt die alte Position zurück gehen.
Wer beispielsweise zwei Dioptrien Glaswert in der Brille benötigt, der soll nach der Verformung immer noch zwei Dioptrien benötigen - und eben nicht fünf Dioptrien. Das ist schon ganz wichtig um überhaupt etwas stabil sehen zu können.
Welche Auswirkungen die Operation an der Hornhaut (z.B. Lasik) haben, dem widmen wir einen eigenen, kurzen Bereich. die Hornhaut: warum das Lasern Nachteile hat |