Christian Berndt
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Ihr Augenoptiker-Meister Christian Berndt

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Warum die Hornhaut im Auge etwas ganz besonderes ist



Die Hornhaut ist das kristallklare Fenster vorne am Auge, durch das man die farbige Iris (Regenbogenhaut) und die schwarze Pupille sieht.

Die Hornhaut hat 3 Hauptaufgaben:

   1. Durchsichtigkeit, um den Lichtstrahlen unbehinderten Eingang in das Auge und zur Netzhaut zu gewährleisten, damit man sehen kann.
   2. Wölbung, damit sie die notwendige Brechkraft erhält, um (zusammen mit der Augenlinse) das Bild der Außenwelt scharf auf unserer Netzhaut abzubilden.
   3. Festigkeit, weil sie durchgehender Bestandteil der äußeren schützenden und formgebenden Hülle des Augapfels ist (der übrige, weiße und undurchsichtige Anteil heißt Lederhaut).

Die Hornhaut - der medizinische Fachausdruck heißt Cornea - ist, unter dem Mikroskop betrachtet, aus 5 hauptsächlichen Schichten aufgebaut, von denen jede ihre spezifische Aufgabe hat. Auf ihrer Oberfläche ist sie zudem noch von einer hauchdünnen Flüssigkeitsschicht, dem Tränenfilm, überzogen.

Der Tränenfilm macht die Hornhautoberfläche spiegelglatt, wie es für die Erzeugung eines scharfen Bildes unerläßlich ist. Er wirkt auch als Gleitfilm und schützt die Hornhaut vor Austrocknung.

Das Epithel ist die äußerste Schutzzellschicht der Hornhaut. Man kann sie mit den obersten Hautschichten vergleichen: Sie erneuert sich ständig und heilt bei Verletzung normalerweise auch rasch wieder zu. Eine geschlossene Hornhautoberfläche ist für die Gesundheit der Hornhaut unerläßlich.

Die Innenseite der Hornhaut ist von nur einer einzigen Zellage, dem Endothel, bedeckt. Diese Zellen pumpen überschüssiges, aus der Umgebung ständig in die Hornhaut eindringendes Wasser wieder heraus und halten die gesamte Hornhaut damit immer genau auf dem Wassergehalt, der für die perfekte Durchsichtigkeit richtig ist. Damit dies gelingt, darf nie die kleinste Lücke in dieser Zellschicht entstehen. Diese Zellen können sich aber nicht vermehren. Gehen Endothelzellen verloren (z. B. durch Erkrankungen, Verletzungen oder sogar - in geringem Ausmaße - normalerweise durch das Altern), so müssen die übrigen Zellen sich vergrößern und die Lücke decken.

Die in der Mitte der Hornhaut liegenden Schichten sind durch eine äußerst komplizierte Feinstruktur durchsichtig, obwohl sie aus Körpergewebe bestehen. Jede Schädigung in diesem Bereich stört diese Feinstruktur und führt zu Trübungen und zum Verlust der Durchsichtigkeit.

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