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Christian´s kleine Geschichte vom Sehen

Meine kleine Reihe hier umfasst ja eigentlich die Geschichte des Sehens - weshalb ich Ihnen jetzt die Geschichte des Sehzentrums nahe bringen möchte.

Sie werden aber vielleicht auch eine Vorstellung bekommen, was überhaupt das Unterbewusstsein ist. Und warum Ihr Unterbewusstsein Ihnen so trefflich in die Suppe spucken kann, ohne daß Sie es merken.

Nun ja, wer wirklich etwas von der Evolution versteht, der mag sich nachfolgend die Haare raufen, angesichts der vielen Vereinfachungen welche ich hier mache. Mir geht es auch mehr darum, Ihnen ein Verständnis für das Grundsätzliche zu vermitteln. Ich möchte Sie eben nicht mit unendlich vielen Details erschlagen oder langweilen, indem ich so gar kein Ende finde.

Dieses ist die Geschichte der Menschheit, des Denkens und damit auch Ihres Gehirnes.

Es beginnt vor ewig langer Zeit. Im Meer brodelte das Leben, es hatte sich vom Einzeller-Tierchen bis zum Waal alles entwickelt, wie wir es grob betrachtet auch heute schon kennen.

Am Land war aber noch nichts los. Oder zu viel los - wenn man so will. An Land gab es zu viele Vulkane, harte Stürme, noch zu viel ungesunde UV-Strahlung, weil es die Ozonschicht noch nicht so richtig gab. Im Meer konnte man es als Fisch recht gut aushalten, an Land aber war es doch reichlich ungemütlich. Weshalb es dort kein Leben gab.

Nun, da gab es einen Fisch. Der hatte ein Problem: er hatte mächtige Fressfeinde, die ihn doch zu arg zusetzen und viele von seiner Art den gar ausmachten. Sie können sich diesen Fisch ähnlich einem Wels vorstellen. Mit einem dicken Schuppenpanzer, damit er nicht ganz so leicht gefressen werden konnte, großen, starken und vor allem stabilen Flossen.

Dieser Fisch hatte es nun doch getan: um vor seinen Feinden davon zu fliehen, war er an den Strand geschwommen. Und hatte so nach und nach heraus gefunden, wie man sich mit den großen starken Flossen am Land fortbewegen konnte.

Ein bisschen krabbeln konnte er mit seinem großen Flossen. Das war nicht viel, reichte aber aus um im Wasser nicht gefressen zu werden.

Dieser Kollege hier ein amphibischer Fisch. Schwimmt sehr gut, fühlt sich aber auch an Land wohl weil er nicht nur über die Kiemen sondern auch über die Haut atmet.
Mit seinen Flossen kann er gut krabbeln, die Haut ist stabil und stabilisiert den Körperbau. Gleichzeitig trocknet er nicht zu schnell aus.Mit den Augen kann er über und unter Wasser gut sehen.

So ein Fisch an Land, der hat ein paar Probleme zu lösen. An Land ist alles viel schwerer als im Wasser und die meisten Fische würden von ihrem eigenen Gewicht erdrückt werden und alleine schon deswegen sterben, weil ihre Organe zerdrückt würden und nicht mehr richtig arbeiten könnten. Unser Fisch aber, der hatte das Glück kräftige Gräten zu haben, die ihm gute Stabilität geben konnten. Und sein kräftiger Schuppenpanzer gab ihm weitere Stabilität. Dieser Schuppenpanzer sorgte auch dafür, das er nicht ganz so schnell austrocknete, wie es anderen Fischen passieren würde.

Zu Anfang traute er sich noch nicht richtig an Land, er blieb erst einmal dort an Strand liegen, wo wenigstens gelegentlich mal eine Welle vorbei kam. Er übte und lernte ein paar Tricks und hielt es danach schon mal zehn Minuten im Trockenen aus. Und so nach und nach lernte der Fisch an Land zurecht zu kommen. Mit den Flossen konnte er immer besser krabbeln, weil er sie länger wachsen lies, er lernte auch an der Luft zu atmen und trocknete nicht mehr so leicht aus. Später wurden aus den Flossen langsam Füße und das erste Landtier war entstanden.

Dieser Fisch hatte vieles neue zu lernen, was noch nie ein Fisch vor ihm gelernt hatte. Nun, ein Gehirn hatte er ja schon. Und damit ohnehin schon mehr als die meisten anderen Krabbeltierchen im Meer, die nur über ein paar spezialisierte Nervenzellen verfügten, mit denen sie gerade so das Notwendigste erledigen konnten. Mit seinem Gehirn hatte er nun viel neues zu lernen.

Im nächsten Bereich erzähle ich Ihnen etwas über Krokodile - und Schüler, die etwas lernen müssen.

von lernenden Fischen, Schülern und Krokodilen

weitere Kapitel: Christians kleine Geschichte vom Sehen

Inhalt:
Das unsichtbare Licht: über Röntgen, Infrarot und UV
Das unsichtbare Licht: warum können wir es nicht sehen ?
Das unsichtbare Licht: über den Menschen und die Natur
Das sichtbare Licht: empfindlich oder nicht
Warum gehört unser Fühlen und die Farbe zusammen ?
Welchen Nutzen hat die Farbe für Sie ? Von der Zauberei bis zur Angst
Warum wirkt die Farbe auf die Psyche ? Und wie funktioniert das ?
die Bedeutung des Lichtes
die Evolution, unser Gehirn und ein Fisch
von lernenden Fischen, Schülern und Krokodilen
die Nachteile unseres Gehirnes
das Sehzentrum, das Unterbewusstsein - und ein Baum
von Kühen, Pferden und dem räumlichen Sehen
das Gehirn und seine neuste Erfindung: das Bewusstsein
ein Gehirnlappen und seine Illusionen
das Unterbewusstsein: ein Gehirn hat ein Konflikt mit sich selber
das Auge: eine sehr schlechte Kamera ?
von Pfeilchen und Infekten: die Schutzmechanismen des Auges
der Tränenfilm: unerwartet genial
der Tränenfilm: vom Heulen bis zum Wunderheiler
die dunklen Geheimnisse eines Augenoptikers
Tränenfilm und Kontaktlinse: die Grundlage der Gesundheit
die Hornhaut: Stabilität ist alles
die Hornhaut: warum das Lasern Nachteile hat
das Kammerwasser: ein Zauberwasser
die Iris: was ist mit der Pupille ?
der Lochblenden-Effekt mit der Pupille: ein gutes Stück Magie
die Iris: zwischen Handauflegen und Früherkennung
die Iris: soziales HighTec
die Linse: von einem Plastikbeutel mit Muskeln
vom Muskel-drücken zur bestmöglichen Brille
Optiker lösen das Problem Sekundenschlaf
vom leichteren Lernen und besserer Konzentration
vom grauen Star und grünen Star - und der Operation
vom Glaskörper, gut und böse
die Netzhaut, der Knackpunkt det janzen
die Netzhaut, geschickt verknotet
die Netzhaut, Details die keiner will
das Sehen bei Nacht
die Hell/Dunkel Adaption. Und ihre Gefahren.
Papille und Blinder Fleck
Backstage: da geht es rund !
Backstage: korrigieren, regulieren, optimieren und etwas Zaubern
genial: blind sein und es nicht merken
was den Menschen zum Menschen macht

copyright Christian Berndt, Altena.  Alle Rechte vorbehalten

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