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Was passiert nun im Auge ? Wieso können wir sehen ?
Unsere Altvorderen waren vom Auge zunächst doch reichlich enttäuscht. Die haben einfach einmal die Augen von Toten seziert, auseinander geschnitten und ausgemessen.
Ein gewisser Herr Gauss machte das besonders Mühevoll und ausgiebig und erschuf etwas, das bis heute als „das Gaussche Normalauge“ bekannt ist. Er war damals nicht der einzige, der sowas wie ein übliches Auge aus Durchschnittswerten erstellte.
Schlaue Menschen setzten sich dann hin und rechneten mit diesen Werten dem Auge einmal hinterher. Und waren entsetzt. So schlechte Abbildungseigenschaften hatte man nicht erwartet.
Alleine schon, wie die Netzhaut aufgebaut ist: einfach nur ungeschickt - sagten unsere Altvorderen. Wie kann man das nur so machen, das kann doch kaum richtig funktionieren.
Und wenn Sie heute einen älteren Menschen vor sich haben welcher nicht mehr so ganz auf dem aktuellen Stand der Dinge ist,
der erklärt Ihnen noch heute, wie wenig perfekt, ja geradezu stümperhaft das Auge aufgebaut ist.
Und in der Tat: wäre das Auge eine Kamera, dann wäre das schlicht grausam. Verzerrungen überall, ungeschickte Farbzerlegungen, schlechte Abbildungen... richtig genial wird das Auge erst durch die Sachen, welche auf der Netzhaut passieren. Und auf dem Kabel nach hinten. Und dann im Gehirn selber. Wie das Auge mit den eigenen Fehlern umgeht, Fehler korrigiert und sich selber optimiert - das
hat schon was.
Aber übertreiben wir es nicht, fangen wir mal einfach vorne an: Ein Lichtstrahl fällt auf das Auge und soll gesehen werden. Im nächsten Bereich gehen wir auf den Flug durch das Auge. Keine Sorge, es ist ein Sturzflug nur. Ich lasse alles langweilige weg, ist versprochen. von Pfeilchen und Infekten: die Schutzmechanismen des Auges |