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Das die Iris, Akkomodation und Konvergenz miteinander gekoppelt sind habe ich anderswo bereits erwähnt. In diesem Fall bedeutet dieses, das immer, wenn Sie Ihre Augen nach innen drehen um einen Gegenstand in der Nähe anzusehen auch die Muskeln bewegen, die Linse drücken und damit akomodieren.
Die Menge, also wie viel Sie akomodieren entscheidet (unter anderem) ein Sensor-System auf der Netzhaut. So kann man sich das vorstellen: der Sensor misst, ob Sie ein deutliches
Bild haben. Und wenn nicht, stößt er den Mechanismus der Akomodation an.
Von der Steuerung her ist das mal wieder geschickt gelöst, hat mitunter aber ein Problem zur Folge, das unsereiner bei der Glaswertbestimmung zu berücksichtigen hat. Ich kann beim Sehtest diese Akkomodation auch ungewollt anregen. Die wahre Kunst eines Refraktionisten ist es, die Akkomodation im Griff zu halten. Also normale Verhältnisse am Auge zu erhalten. Damit ich kein Mist messe, darf ich die Akkomodation
nicht hoch treiben und auch nicht über Gebühr lösen. In beiden Fällen hätte ich einen Zustand erzeugt welcher der Mensch in seinem Alltag so nicht hat. Und würde ihm eine Brille bauen, welche zu stark oder zu schwach für ihn wäre.
Das macht den Vorgang des Glaswerte messens auch immer ein wenig von der Tagesverfassung des Kunden und des Refraktionisten abhängig. Und für die bestmöglichen Meßergebnisse benötigt es daher auch immer einen sensiblen Refraktionisten, der ein wenig auch ein
Künstler ist. Funktionieren kann das ganze überhaupt nur, wenn man sich Zeit lässt, auch das Wohlbefinden des Kunden im Auge behält - so eine Messung geh nicht in fünf Minuten zu schaffen. Ein guter Refraktionist nimmt sich die Zeit die es dauert. Ein Refraktionist welcher sich den Vorgaben der Geschäftsleitung beugt und innerhalb eines Zeitlimit fertig werden muss der kann nur in einfachen Fällen die geforderte Qualität erbringen.
Und es ist eben ein großer Unterschied ob man mit der
Brille einfach nur irgendwie gucken kann, oder das bequemste, optimalste sehen hat, was mit Physik möglich ist.
Aber machen Sie sich als Kunde nicht so viel Gedanken darum: ein anständig arbeitender Refraktionist gibt sich nicht nur ein gerüttelt Maß an Mühe sondern steht auch bei Unverträglichkeiten gerade. In schlechten Geschäften sagt man Ihnen: Pech gehabt, das muss so sein, das ist so richtig. In guten Geschäften schaut man nach der Ursache, sieht ob sich etwas verbessern
lässt und tauscht gegebenenfalls die Gläser dann auch kostenfrei.
Als Kriterium für gute Arbeit kann Ihnen durchaus die Zeit dienen, welche die Ermittlung der Glaswerte gedauert hat. War man in weniger als fünf Minuten fertig sind Sie entweder ein selten unkomplizierter Fall, oder man hat sich nicht genug Mühe gegeben.
Ein großen Problem in diesem Zusammenhang haben manche Augenärzte, welche eine komplette, differenzierte Diagnostik mitsamt Partientengespräch, Aufklärung und
Therapie schon in zehn Minuten kaum leisten können. Und wenn dann der Kunde noch eine neue Brille haben will ist das innerhalb des zeitlichen Rahmens einfach nicht mehr realisierbar.
Ich kann sehr gut verstehen, dass ein Augenarzt sein medizinisches Handwerk mit Nachdruck ausführen will. Dafür ist er ja Arzt geworden. Das ihm im Vergleich dazu die Brille als weniger wichtig bis langweilig erscheint, ist menschlich. Und das er schlicht keine Zeit für eine saubere Arbeit hat ist den
Verhältnissen des Gesundheitssystemes geschuldet. Auch sehr verständlich. Allerdings wird er seinem Patienten mit einer unsauberen Arbeit bei den Glaswerten doch erheblich schaden. Der Kunde wird in den nächsten Jahren solange er die Brille trägt nicht die Verträglichkeit erleben die ihm zusteht. Er wird nicht die Sehleistung haben die möglich wäre. Er wird - weil mit dem Sehen auch stets die Psyche verbunden ist - sich möglicherweise unwohl fühlen. Je nach persönlicher Ausprägung vielleicht
auch vermehrt unsicherer fühlen. Oder unter diffusen Beschwerden wie Rückenproblemen, Nackenverspannungen oder Kopfschmerzen leiden.
Kurz: schlechte Glaswerte versauen dem Brillenträger die Lebensqualität. Und nicht nur das Sehen.
Schade, dass die Verbraucher dieses nicht wissen. Denn als mündiger Verbraucher sind Sie selber gehalten, einen optimalen Dienstleister für Ihre Glaswerte zu wählen - Sie sind selber Schuld wenn Sie unter negativen Nebeneffekten leiden.
Der
Verbraucher muss allerdings auch in Kauf nehmen dass eine hochwertige Meisterleistung nicht in jedem Fall für Gratis zu haben ist.
Im nächsten Bereich lösen wir mal eben schnell eines der größten Sicherheitsprobleme im Straßenverkehr. Es geht um den Sekundenschlaf. Und da können wir was machen ! Optiker lösen das Problem Sekundenschlaf |